Umbau und Sanierung der Alten Mädchenschule

Veröffentlicht am 08.07.2016 in Ratsfraktion

Stadtratssitzung am 28.06.2016 – öffentliche Sitzung

TOP 8 Umbau und Sanierung der Alten Mädchenschule;

Raumprogramm, Planungsvorgaben und Projektbeschluss

Stellungnahme der SPD-Stadtratsfraktion: 

Kommentar in der Schwabmünchner Allgemeinen vom 03.05.2014, Auszug:

Solange wir träumen, können wir das Herz sprechen lassen. Wenn es ernst wird, müssen wir jedoch nüchtern prüfen. Auch wenn die Stadtbücherei immer ein Zuschussbetrieb bleiben wird, ist also zu fragen: Hat sie genügend Potenzial an Lesern, um eine zweieinhalbfache Größe und 1,75 Mio. € an Gesamtinvestition zu rechtfertigen?“

Zur Erinnerung: Damals ging es um den Erwerb und Schaffung von zusätzlichem Eigentum in der Alten Brauerei und der sich daraus ergebenden Möglichkeit, in einem Teil davon eine neue, moderne und den heutigen Anforderungen an eine Bücherei mit vielfältigen Nutzungsmöglichkeiten unterzubringen.

Heute sprechen wir von über 2,6 Mio. € für die Sanierung der Alten Mädchenschule und der Einlösung der Zusage einiger CSU-Leute, nach der ablehnenden Haltung zu einer Investition in die Alte Brauerei, die Bücherei in der Alten Mädchenschule auszubauen.

Zusammenfassend sei daher nochmals gesagt:

  • Die Alte Mädchenschule ist in einem guten Zustand und kein Sanierungsfall.
  • Die Bücherei in der Alten Mädchenschule ist suboptimal, eine Vergrößerung wäre absolut wünschenswert ist aber nicht sinnvoll. Jedes derzeit noch so sorgfältig ausgearbeitete Raumprogramm bietet keine auf längere Zeit vernünftige Lösung. Eine neue, moderne und den heutigen Anforderungen an eine Bücherei zu stellenden Anforderungen ist in der Alten Mädchenschule nicht oder nur mit einem ggf. noch höheren finanziellen Engagement machbar.
  • Die Funktionsfähigkeit und flexible Nutzung der über 100 Jahre alten Alten Mädchenschule muss erhalten bleiben.
  • Sie diente schon einmal als Ausweichquartier für Kinderbetreuung während des Neubaus des Kindergartens Bobingen-Nord. Die Notwendigkeit zur Unterbringung von vorübergehenden Plätzen zur Kinderbetreuung könnte schon in absehbarer Zeit wieder eintreten.
  • Vor wenigen Tagen haben wir erfahren, dass kurzfristig ein Integrationskurs geplant ist.
  • Ein barrierefreier über alle Stockwerke reichender Zugang oder zumindest in das EG sowie Mittel für sanitäre und elektrotechnische Erneuerungen sollten weiter verfolgt werden.
     
  • Die CSU will auf die Sparbremse treten, hieß es vor kurzem.

Die Feststellung der SPD-Fraktion vom Februar dieses Jahres in Sachen Badneubau, dass aus ihrer Sicht auf absehbare Zeit ein Neubau finanziell nicht darstellbar sei, kann doch jetzt nicht als Begründung dafür hergenommen werden, dass jetzt Platz für Ausgaben aller Art und persönlicher Lieblingsprojekte (Erweiterung der Bahnunterführung in der Bischof-Ulrich-Straße, Alte Mädchenschule) in Millionenhöhe vorhanden sei.

Stellungnahmen der SPD-Stadtratsfraktion zur Alten Mädchenschule

07.02.2016 Alte Mädchenschule Das Gebäude der Alten Mädchenschule und die darin befindlichen Räumlichkeiten und vorhandenen Nutzungen sollen in ihrem jetzigen Bestand erhalten bleiben. Dies gilt insbesondere hinsichtlich der Flexibilität dieses Hauses und seiner vielfältigen Nutzungsmöglichkeiten. So wünschenswert eine größere Bücherei auch wäre, es bleibt die Frage, ob eine derartige in die Zukunft und den neuen Anforderungen reichende Einrichtung in diesem Gebäude untergebracht werden soll und kann. Die im Sommer letzten Jahres vorgestellten Planungen für einen barrierefreien über alle Stockwerke reichenden Zugang sowie für notwendige sanitäre und elektrotechnische Erneuerungen sollten weiter verfolgt werden und für 2017, spätestens 2018 eingeplant werden.

15.03.2016 Haushaltsrede Dass wir letztlich heute auch den geplanten Umbau Alte Mädchenschule ablehnen, ist nicht zuletzt auf den Antrag der CSU-Stadtratsfraktion vom 02.03.2016 zurückzuführen, in dem diese den Umbau der Alten Mädchenschule und die Erweiterung der Stadtbücherei beantragt und gleichzeitig die Kämmerei auffordert, ein langfristiges Konzept zur nachhaltigen Schuldensenkung zu entwickeln. Fangen wir gleich heute damit an: Jedweder Umbau der Alten Mädchenschule und eine Investition in die dort untergebrachte Bücherei ist absolut wünschenswert, derzeit aber nicht notwendig und auch nicht nachhaltig. Nachhaltiger und finanziell günstiger wäre es gewesen, wenn sich die Stadt in die Alte Brauerei eingekauft hätte.

12.05.2016 Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses Wir sind unverändert der Meinung, dass die in der Alten Mädchenschule befindlichen Räumlichkeiten und vorhandenen Nutzungen in ihrem jetzigen Bestand erhalten bleiben sollen. Dies gilt insbesondere hinsichtlich der Flexibilität dieses Hauses und seiner vielfältigen Nutzungsmöglichkeiten. Ein barrierefreier Zugang kann eingebaut und sichergestellt werden.

Angesichts der Tatsache, dass wir ggf. zusätzliche Kinderbetreuungsplätze schaffen müssen, würde sich als Übergangslösung durchaus die Alte Mädchenschule anbieten.