Bahnunterführung Bischof-Ulrich-Straße

Veröffentlicht am 26.11.2020 in Kommunalpolitik

Zur Diskussion über die Bahnunterführung in der Bischof-Ulrich-Straße (siehe z. B. Pressemitteilung der CSU in der StadtZeitung vom 28.11.2020) äußert sich die SPD-Stadtratsfraktion Bobingen im aktualisierten Beitrag wie folgt:

SPD-Stadtratsfraktion Bobingen

Bahnunterführung Bischof-Ulrich-Straße                                 29. November 2020

Rückblick:

  1. Die Unterführung aus dem Jahre 1846 hatte eine lichte Breite von 4,30 m (keine Schrammborde und kein Gehweg).
  2. Bei einer Sanierung und Beibehaltung der Breite müssen heute rechts und links Schrammborde von je 0,50 m eingebaut werden. Die reine Fahrbahnbreite hätte dann 3,30 m betragen. Eine Erneuerung der Brücke in dieser Form hätte die Bahn allein bezahlen müssen.
  3. Die Stadtverwaltung hatte zunächst dafür plädiert, die alten Maße beizubehalten.
    Daraufhin wurden unzählige Varianten ins Spiel gebracht.
  4. Die CSU hat beantragt, dass die Fahrbahnbreite auf jeden Fall 4,30 m betragen müsse, allein schon wegen des landwirtschaftlichen Verkehrs. Die Mehrkosten für die  Aufweitung auf dann insgesamt 5,30 m hätte allein die Stadt Bobingen bezahlen müssen. Zitat Pressemitteilung CSU in der StadtZeitung vom 28.11.2020: „Auch wenn die Fahrbahn für den Kraftfahrverkehr zur einspurigen Nutzung großzügig ausgebaut ist, könne es gerade durch diese Scheinsicherheit dazu kommen, dass in der Unterführung befindliche Fahrradfahrer an dieser Engstelle überholt werden“.
  5. Der Einbau eines wiederum förderfähigen Gehweges musste lt. Regierung von Schwaben mindestens 2,50 m betragen (1,80 m Verkehrsraum Gehweg + 0,50 m Schutzstreifen zur Straße + 0,20 m Schutzstreifen zur Unterführungswand).
  6. Die FBU hat weitere 0,70 m für einen Geh- und Radweg beantragt.
  7. Letztlich wurde in der Stadtratssitzung am 24.11.2015 folgender Beschluss gefasst mit Mehrkosten für die Stadt Bobingen von ca. 500.000 €:
    Schrammbordwand 0,50 m
    Straße                     4,30 m
    Gehweg                  2,50 m (siehe Ziffer 5)
    neue Breite insg.    7,30 m
  8. Der Beschluss wurde mit 18 : 5 Stimmen gefasst.

Die 5 Gegenstimmen kamen von der SPD-Fraktion. Die Begründung war, dass jegliche Verbreiterung der Unterführung zu einer Beschleunigung des Autoverkehrs führen wird und die Einrichtung einer Druckampel für die Fußgänger und Radfahrer eine höhere Sicherheit bedeuten würde und zudem kostengünstiger wäre.
 

Am 26.06.2016 beantragte die SPD-Fraktion u. a. auch die Einführung einer Tempo 30-Zone in der Bischof-Ulrich-Straße. Durch die vorgesehene Aufweitung der Bahnunterführung wird künftig schneller gefahren werden. In Anbetracht der dort herrschenden oftmals beengten Parksituation sollte daher schon ab der Bahnunterführung Zone 30 gelten bzw. eingeführt werden. Der Antrag wurde abgelehnt.
 

Im Rahmen der Fortschreibung des Gesamtverkehrsplanes hat die SPD-Fraktion am 26.06.2020 beantragt, dass ein einheitliches und in sich stimmiges Konzept für den gesamten Stadtbereich erreicht wird. Es soll daher mit untersucht werden, ob nicht durchgängig Tempo 30 eingeführt werden kann.

Selbstverständlich können Markierungen oder auch ein Schutzzaun z. B. in der Unterführung der Bischof-Ulrich-Straße zu einem Mehr an persönlich empfundener Sicherheit führen.

 

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