2020: Josef Pröll

Der Willi-Ohlendorf-Preis 2020 wurde an Josef Pröll verliehen. Josef Pröll erzählt und zeigt nicht zuletzt in seinen beiden Dokumentarfilmen „Anna ich hab Angst um dich“ und „Die Stille schreit“ die Geschichte jüdischer Familien in Augsburg und Umgebung, die in der Nazi-Zeit alles verloren haben.

Er kämpft nicht nur gegen das Vergessen, sondern auch gegen einen wieder erstarkenden Judenhass und wie sich deren Diskriminierung nach dem Zweiten Weltkrieg fortsetzt.

Josef Pröll ist u. a. Mitglied des Präsidiums der Lagergemeinschaft Dachau, Bildungsreferent der Jugend- und Erwachsenenbildung der IG Metall, Referent der KZ-Gedenkstätte Dachau und Mitglied im Verein Gegen Vergessen – für Demokratie e. V. Er führt die Tradition des Widerstands fort und verschafft den Opfern von damals Gehör.

Im Rahmen einer denkwürdigen Feierstunde in der Ev. Dreifaltigkeitskirche Bobingen dankte die Präsidentin der Israelitischen Kultusgemeinde München und Oberbayern, Charlotte Knobloch, Josef Pröll für seinen unermüdlichen Einsatz für Demokratie und gegen das Vergessen.

 

Charlotte Knobloch beim Eintrag in das Goldene Buch der Stadt Bobingen (Foto: SPD Bobingen, Elmar Knöchel) 

 

Laudatorin Chralotte Knobloch (Foto: SPD Bobingen, Elmar Knöchel)

 

Erste Reihe von links: Pfarrer Peter Lukas, Preisträger Josef Pröll, Fraktionsvorsitzender Edmund Mannes, Charlotte Knobloch und Erster Bürgermeister Bernd Müller, Ortsvereinsvorsitzender Armin Bergmann (Foto: SPD Bobingen, Elmar Knöchel)

 

Preisträger Josef Pröll und Fraktionsvorsitzender Edmund Mannes (Foto: SPD Bobingen, Elmar Knöchel)